
Vergangene Veranstaltungen
DialogVision – Einblicke
Demokratie beginnt bei dir - und wirkt stärker als du denkst.
DialogVision Expertentalk
mit Dr. Daniela Ingruber
Der DialogVision-Expertentalk mit Dr. Daniela Ingruber – Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen in Wien und Gründerin der Plattform www.nomadin.at – hat viele Teilnehmende nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Aus ihrer Forschung und internationalen Arbeit heraus zeigte Dr. Ingruber eindrucksvoll, wie Konflikte entstehen, wie Narrative wirken – und warum bewusste Selbstprüfung eine zentrale Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln in Demokratie, Gesellschaft und Führung ist. Demokratische Qualität entsteht dort, wo Menschen bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen unterschiedliche Perspektiven anzuerkennen, ohne sie übernehmen zu müssen – und sie dennoch konstruktiv in das gemeinsame Miteinander einzubeziehen.

Toni Haubenberger im Gespräch:
Monday Business Talk in der Hafnerbar Wieselburg
Am 20. April war DemokratieGestalten beim Monday Business Talk im Hafnerhotel in Wieselburg zu Gast – einem Format, das Unternehmer:innen Raum für Inspiration, Austausch und neue Perspektiven bietet. Im Rahmen des Gesprächs zwischen Markus Bicker und Toni stand die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle Demokratie im unternehmerischen und gesellschaftlichen Alltag spielt. Demokratie zeigt sich nicht nur in großen politischen Entscheidungen, sondern vor allem im täglichen Miteinander – in der Art, wie wir wahrnehmen, kommunizieren und Verantwortung übernehmen. Ausgehend von den Inhalten von DialogVision wurde aufgezeigt, wie stark unsere Wahrnehmung unser Denken und Handeln prägt – und wie entscheidend es ist, sich dieser Mechanismen bewusst zu werden. Denn gelingende Zusammenarbeit, tragfähige Entscheidungen und ein konstruktives Miteinander entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven nicht nur zugelassen, sondern aktiv genutzt werden.
Modul 4 – Lupe der Demokratie
Unsere Wahrnehmung ist nie neutral - wie erkennen wir bewusster
Unsere Wahrnehmung ist nie neutral. Im Modul „Lupe der Demokratie“ erkennen wir Denkverzerrungen, hinterfragen Urteile und lernen bewusster Wie entsteht unsere Wahrnehmung – und warum liegen wir manchmal völlig daneben? Unser Gehirn interpretiert ständig, was wir sehen, hören und erleben. Dabei greifen unbewusst Denkabkürzungen, Erfahrungen und Erwartungen ineinander. Diese Mechanismen helfen uns zwar, schnell Entscheidungen zu treffen – sie führen jedoch oft auch zu Wahrnehmungsverzerrungen, Missverständnissen und vorschnellen Urteilen. Die „Lupe der Demokratie“ bedeutet: Nicht sofort reagieren – sondern zuerst wahrnehmen, dann verstehen und erst danach urteilen. Gerade in einer lebendigen Demokratie ist diese Fähigkeit entscheidend. Denn Demokratie entsteht nicht nur durch Institutionen und Regeln, sondern vor allem durch Menschen, die bereit sind, genauer hinzusehen, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven zu respektieren. DialogVision verbindet dabei Neurowissenschaft, Psychologie und praktische Erfahrung aus Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Gemeinsam schaffen wir einen Raum für Austausch, Reflexion und neue Perspektiven – damit demokratischer Dialog im Alltag gelingen kann.
Modul 3 – Empathie
Verstehen, Unterscheiden & Abgrenzen
Die Präsenzveranstaltung am 2. März markierte einen besonderen Moment im DialogVision-Programm – mit großer Resonanz und intensiven Gesprächen. Im Mittelpunkt stand eine Schlüsselkompetenz für unsere Zeit: Empathie. Empathie bedeutet mehr als Mitgefühl. Sie bedeutet, Menschen wirklich zu verstehen – ohne sich selbst zu verlieren. Gerade in Politik, Unternehmen und gesellschaftlichen Debatten entscheidet diese Fähigkeit darüber, ob Dialog möglich bleibt oder Fronten entstehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiteten daran, unterschiedliche Perspektiven zu erkennen; Emotionen und Interessen zu unterscheiden; klare Grenzen zu setzen und trotzdem im Gespräch zu bleiben. Die Erfahrung dieses Abends war deutlich spürbar: Wo echtes Zuhören beginnt, entsteht Raum für Vertrauen – und damit für funktionierende Demokratie.
QuickSpeech die Microlearning-App
„OnlineTalk mit Richard Potrykus“
Am 31. März 2026 durften wir im Rahmen von DemokratieGestalten Richard Potrykus zum Online-Expertentalk begrüßen. Im Mittelpunkt stand das Microlearning-Tool QuickSpeech, das wir bei DemokratieGestalten begleitend einsetzen. Im Gespräch wurde deutlich, welches Potenzial in kurzen, gut aufbereiteten Lerneinheiten für den Alltag liegt: Inhalte können niederschwellig, flexibel und wiederholt aufgenommen werden – genau dort, wo Entwicklung und nachhaltige Vertiefung stattfinden sollen, nämlich mitten im täglichen Leben. QuickSpeech unterstützt dabei, Impulse nicht nur einmal zu hören, sondern sie über einen längeren Zeitraum präsent zu halten und Schritt für Schritt in die Praxis zu bringen. Dieser Zugang ist besonders wertvoll: Denn echte Veränderung entsteht durch kontinuierliche Auseinandersetzung, Reflexion und alltagstaugliche Umsetzung. Wir freuen uns, dass wir dieses Werkzeug bereits in unserem Programm einsetzen und damit die Inhalte von DialogVision auch zwischen den Präsenz- und Online-Formaten wirksam begleiten können.

Impulsevent März 2026 im Rahmen von DialogVision für GoodMills Österreich in Pöllauberg
Von Wahrnehmung zu Weitblick
Die meisten Unternehmen haben kein Datenproblem, sondern ein Bedeutungsproblem. Sie scheitern selten daran, dass zu wenig messbar wäre, sondern daran, dass das Messbare falsch einzuordnen. Denn zwischen Tatsache und Entscheidung steht ein höchst störanfälliges Instrument: der Mensch mit seiner Wahrnehmung. Wir nehmen Wirklichkeit nicht objektiv wahr, sondern interpretieren sie. Unser Gehirn arbeitet nicht wie ein Scanner, sondern wie ein Geschichtenerzähler: schnell, kontextabhängig und anfällig für Verzerrungen. Die Kognitionsforschung spricht hier von Biases (kognitiven Verzerrungen). Sie führen dazu, dass Organisationen Warnsignale übersehen, Chancen unterschätzen und an Überzeugungen festhalten, die längst nicht mehr tragen. Das Problem ist daher nicht nur, was wir wissen, sondern vor allem, wie wir sehen. Warum ist das so – und was können wir tun? Genau darum ging es bei meinen Impulsevents für GoodMills Österreich, zu denen ich im März im Rahmen von DialogVision eingeladen wurde: ins wunderschöne Bio-Natur-Resort Retter in Pöllauberg in der Steiermark, wo ich für das Management von GoodsMills einen Impulsvortrag halten durfte. Im Mittelpunkt standen kognitive Verzerrungen und ihre Wirkung in Unternehmen ebenso wie in unserer Demokratie. Denn unser Gehirn deutet, filtert und bewertet ständig. Das prägt, wie wir mit Mitarbeitenden umgehen, auf unterschiedliche Meinungen reagieren und Spannungen erleben. Umso wichtiger ist es zu verstehen, wie wir uns innerlich stabilisieren können – und wie jeder Einzelne das umsetzen kann. Genau darüber haben wir einen lebendigen Dialog geführt. Ein besonderer Dank gilt dem aufmerksamen Team von GoodMills Österreich, dem Hottel Retter Team rund um Ulrike und Hermann Retter für die herzliche und professionelle Begleitung sowie Geschäftsführer GoodsMills Dipl. Ing. Peter Stallberger für die Einladung und den wertschätzenden Rahmen. Am nächsten Morgen folgte ein weiterer Vortrag. Im Zentrum standen diesmal die Sicherheit und Versorgung mit Lebensmitteln sowie die Frage, wie wir bei Grundnahrungsmitteln unabhängiger von globalen Abhängigkeiten, Finanzmärkten und Großkonzernen werden können. Ebenso ging es darum, wie wir Österreich zukunftsfit machen können. Auch hier werden unsere Wahrnehmungsverzerrungen sichtbar – sei es bei der Energieabhängigkeit, wenn Windräder vorschnell als störend oder unerwünscht wahrgenommen werden, oder bei den Folgen der globalen Erwärmung für die Landwirtschaft. Trockenheit, Windverfrachtungen, Starkregen und Hochwasser werden noch immer vielfach unterschätzt. Dabei sind ein gesunder Boden und der Humus von zentraler Bedeutung. Ein Beispiel macht die Dimension deutlich: Haubis verarbeitet täglich zwischen 80 und 100 Tonnen Mehl, davon rund 50 Prozent Biomehl. Dafür werden jährlich etwa 60 Quadratkilometer landwirtschaftliche Fläche benötigt. Wer solche Zahlen ernst nimmt, erkennt sofort: Der Schutz unserer Böden ist eine zentrale Zukunftsfrage. Daher richte ich an dieser Stelle einen klaren Aufruf an die Verantwortlichen in Österreich – an Landwirtschaft, Unternehmen, Institutionen und Politik: Es braucht gemeinsames Handeln, Verantwortung und Weitblick. Wahrnehmungsverzerrungen werden wir nie ganz vermeiden können. Aber wir können verhindern, dass sie unbemerkt unsere Entscheidungen steuern. Im Rahmen dieser Impulsvorträge überreichte Peter Stallberger den Teilnehmenden außerdem das von Hrsg. Dr. Erwin Pröll herausgegebene Buch „Verlässlich echt – Die Kraft des Unverfälschten“ im Kral-Verlag, zu dem auch ich einen Beitrag verfassen durfte – über Künstliche Intelligenz aus der Sicht unseres sozialen Gehirns. Die positive Resonanz auf meine Impulse hat mich darin bestärkt, diese Gedanken und Inhalte im Rahmen von DialogVision künftig verstärkt auch an Unternehmen weiterzugeben. Anfragen und Anmeldungen für interessierte Unternehmen und Institutionen sind per Mail ab sofort an office@demokratie-gestalten.at oder unter meiner Tel.Nr. 0664 33 89 868 möglich. Ich freue mich auf ein Erstgespräch! Denn Demokratie bedeutet nicht nur, wählen zu gehen. Demokratie zeigt sich auch darin, wie wir miteinander umgehen, wie wir gemeinsam Zukunft gestalten, andere Meinungen aushalten und einander mit Wertschätzung und Respekt begegnen. Das beginnt beim einzelnen Menschen, in den Familien, in den Gemeinden und ebenso in Unternehmen. Wählen allein ist noch keine Demokratie. Wir alle tragen Verantwortung, sie zu bewahren – anstatt immer nur die anderen dafür verantwortlich zu machen.
Buchpräsentation
„Verlässlich echt“
Am 25. Februar 2026 durften wir im Landgasthof Bärenwirt in Petzenkirchen einen besonderen Abend rund um das Buch „Verlässlich echt“ erleben. Die Veranstaltung verband Lesung, Gespräch und Musik und schuf damit einen stimmungsvollen Rahmen für Fragen, die für unsere demokratische Kultur wesentlich sind: Was macht Verantwortung glaubwürdig? Worauf gründet Vertrauen? Und wie kann Haltung im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Alltag sichtbar werden? Mit Erwin Pröll, Herausgeber und Landeshauptmann a. D., Anton Haubenberger von DemokratieGestalten sowie Reinhold Bilgeri, Autor und Sänger, kamen unterschiedliche Perspektiven zusammen. Gerade diese Verbindung aus politischer Erfahrung, gesellschaftlichem Engagement und künstlerischem Zugang machte den Abend besonders. Im Mittelpunkt standen Vertrauen, Verantwortung und die Frage, wie Demokratie nicht nur organisiert, sondern mit Haltung gelebt und gestaltet werden kann.
Psychische Überlastung & Demokratie-Kultur
OnlineTalk mit
Dr. Bernd Hufnagl
Der DialogVision-Expertentalk „Physische Überlastung und Demokratie-Kultur“ mit Dr. Bernd Hufnagl – Neurobiologe, Buchautor („Besser fix als fertig“) und international tätiger Speaker, bekannt aus dem ORF (u. a. Frühstück bei mir) – hat viele Teilnehmende nachhaltig bewegt. Im Zentrum stand eine hochaktuelle Frage: Wie handlungsfähig bleiben Demokratie, Gemeindepolitik und verantwortungsvolles Unternehmertum unter permanenter Überforderung? Gerade Menschen in Führungs- und Entscheidungsrollen erleben täglich, wie Zeitdruck, Reizüberflutung und Konfliktdichte echten Dialog erschweren.
Modul 1 – Wahrnehmung
Emotion & Akzeptanz
Der Auftakt von DialogVision zeigte eindrucksvoll: Demokratie beginnt nicht in Institutionen – sie beginnt in unserer Wahrnehmung. Im ersten Modul wurde sichtbar, wie stark Emotionen, Erfahrungen und innere Bilder beeinflussen, wie wir Menschen, Situationen und politische Debatten wahrnehmen. Gemeinsam haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Gemeinden, Unternehmen und Organisationen erforscht, warum wir oft unterschiedlich sehen, obwohl wir über dieselben Dinge sprechen. Die wichtigste Erkenntnis: Wer seine eigenen Wahrnehmungsfilter erkennt, schafft Raum für Dialog statt für schnelle Urteile. Ein erster kraftvoller Schritt für eine demokratische Kultur, die auf Verständnis, Verantwortung und gegenseitiger Akzeptanz aufbaut.
Vorstellung der Workshops
Infoabend
Am 13. Oktober 2025 haben wir im Landgasthof Bärenwirt in Petzenkirchen unsere ersten kostenfreien Workshops vorgestellt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Dialog, Entscheidungsfindung und ein gutes Miteinander im Alltag besser gelingen können – in Vereinen, Betrieben, Gemeinden, der Politik und im privaten Umfeld. Mit unseren Workshops möchten wir Menschen dabei unterstützen, einander auf Augenhöhe zu begegnen, Unterschiede besser zu verstehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Expertentalk
Dr. Rainer Rosenzweig
Am 11. November 2025 durften wir Dr. Rainer Rosenzweig zu einem Expertentalk zum Thema Wahrnehmung begrüßen. Der Online-Abend knüpfte an den erfolgreichen Start unseres Pilotprojekts „DialogVision stärkt Demokratie im Alltag“ an und vertiefte zentrale Fragen aus dem ersten Modul „Maske – Wahrnehmung und ihre Verzerrungen. Emotionen, Mut & Akzeptanz“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wahrnehmung entsteht und wie Verzerrungen unser Denken, unsere Beziehungen und unser demokratisches Miteinander beeinflussen. Gerade weil Missverständnisse, vorschnelle Bewertungen und unbewusste Annahmen viele Gespräche prägen, war dieser Austausch besonders wertvoll. Der Talk gab wichtige Einblicke in die Wahrnehmungspsychologie und stärkte das Verständnis dafür, wie sehr unser Blick auf andere von inneren Mustern geprägt wird.

















